„Nicht die Inflation macht uns arm – sondern unsere Ratenverträge“

Wusstest du, dass… dein Handyvertrag zur Schuldenfalle werden kann?

Wusstest du,
dass die meisten Handyverträge in Deutschland 24 Monate laufen –
aber viele Menschen gedanklich nur in „19 Euro im Monat“ rechnen?

19 Euro klingt harmlos.
Fast wie ein Streaming-Abo.
Wie zwei Pizzen.

Aber 19 Euro über 24 Monate sind 456 Euro.
Und oft bleibt es nicht bei 19 Euro.




Die unsichtbare Kostenfalle

Viele Verträge starten günstig:

19,99 € in den ersten 6 Monaten

danach 39,99 € oder 49,99 €

manchmal noch eine Anschlussgebühr

vielleicht eine Gerätezuzahlung


Und dann passiert etwas, das ich bei mir selbst beobachte –
und bei vielen anderen auch:

Der Vertrag läuft noch.
Das Handy funktioniert noch.
Aber dann kommt diese Werbung.

Das neue Modell.
Besseres Display.
Bessere Kamera.
„Nur 29 Euro im Monat mit neuem Vertrag.“

Und plötzlich denkt man:

Ach komm. Das sind doch nur 10 Euro mehr.



Was man übersieht:

Der alte Vertrag läuft vielleicht noch.

Der neue bindet dich wieder 24 Monate.

Die monatlichen Kosten summieren sich.

Und irgendwo laufen vielleicht noch Streaming-Abos, Ratenkäufe, Versicherungen.


Nicht ein Vertrag ist das Problem.
Sondern das „Noch einer“.



Warum das gefährlich werden kann

Weil wir heute fast alles in Monatsraten denken.

29 Euro hier.
12,99 Euro dort.
7,99 Euro noch dazu.

Und irgendwann sind es 300 oder 400 Euro Fixkosten –
ohne dass wir bewusst „viel Geld ausgegeben“ haben.

Gerade junge Menschen –
aber auch wir, die wir längst erwachsen sind –
tappen in diese Bequemlichkeitsfalle.

Nicht aus Dummheit.
Sondern weil es so normal geworden ist.



Drei Fragen, bevor du einen neuen Vertrag unterschreibst

1. Brauche ich wirklich ein neues Gerät – oder will ich es nur?


2. Was zahle ich über die komplette Laufzeit?


3. Welche Verträge laufen aktuell schon auf meinen Namen?



Ein kleiner Realitätscheck kann große Wirkung haben.




Und wenn man schon drin steckt?

Dann gilt: Nicht schämen.
Nicht verdrängen.
Hinschauen.

Es gibt in Deutschland kostenlose Hilfe, wenn Verträge über den Kopf wachsen –
z. B. bei der Schuldnerberatung von
Caritas,
Diakonie Deutschland oder der
AWO.

Niemand dort urteilt.
Dafür sind sie da.




Vielleicht beginne ich mit dieser Reihe,
weil ich glaube, dass wir über solche Dinge viel offener sprechen sollten.

Nicht erst, wenn der Mahnbescheid im Briefkasten liegt.

Sondern vorher.

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